Rechtliche Betreuung nach § 1896 ff. BGB

 

Jeder von uns kann schon morgen behindert oder krank sein. Durch plötzliche Krankheit oder wegen eines Unfalls kann jeder Mensch in die Situation geraten, dass er seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln kann.

 

Wenn man für diesen besonderen Fall vorgesorgt hat, gibt es wahrscheinlich eine Vorsorgevollmacht, die regelt, welcher anderen Person man das Recht einräumt, in seinem Namen stellvertretend zu handeln. Die Vorsorgevollmacht kann sich auf die Wahrnehmung bestimmter einzelner oder aber auch aller Angelegenheiten beziehen.

 

Existiert eine solche Vollmacht nicht, wird eine rechtliche Betreuung vom Betreuungsgericht eingerichtet. Das bedeutet, das Betreuungsgericht bestellt für eine volljährige Person eine Betreuerin oder einen Betreuer und legt fest, für welche Aufgabenkreise eine Unterstützung erfolgen soll. Das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Person soll dabei gewahrt bleiben, soweit dies möglich ist und ihrem Wohl entspricht.

 

Wenn sich kein Angehöriger findet, der diese Aufgabe übernehmen möchte oder kann, wird in der Regel ein Berufsbetreuer bzw. eine Berufsbetreuerin vom Amtsgericht bestellt. Sein (oder ihr) Wirkungskreis bezieht sich auf die Regelung von rechtlichen Anteilen der Aufgaben. Das heißt beispielsweise, dass Betreuer nicht persönlich und selbst für Pflege oder Haushaltsführung zuständig sind, sondern dafür, eine Pflegeperson oder Haushaltshilfe zu suchen und zu beauftragen. Die rechtliche Betreuung ist keine soziale, pflegerische oder gesundheitliche Betreuung.

Ich regle seit über 10 Jahren die rechtlichen Angelegenheiten von Menschen, die diese aufgrund einer seelischen Behinderung nicht selbst erledigen können und für die sich kein Angehöriger bereit erklärt hat, diese Aufgaben zu übernehmen. Dazu werde ich von den Amtsgerichten in der Region als Berufsbetreuerin bestellt.

Das Betreuungsbüro erreichen Sie unter: 0911/89622306.

Was ist eine Verfahrenspflegschaft?

 

Der Verfahrenspfleger kommuniziert zwischen dem Betroffenen und dem Betreuungsgericht. Er soll die Interessen des Betroffenen vertreten und kann hier Anträge stellen, Rechtsmittel einlegen und an den Anhörungen teilnehmen.

Der Verfahrenspfleger wird als Kontrollinstanz zwischen Justiz und ärztlichem Sachverständigen tätig. So prüft der Verfahrenspfleger beispielsweise, ob die zwangsweise Unterbringung auf einer geschlossenen Station in einem psychiatrischen Krankenhaus notwendig und rechtens ist. Oder er erhebt Einwände, wenn im Pflegeheim Bettgitter angebracht werden.

Ich habe mich auch zur Verfahrenspflegerin in Betreuungs- und Unterbringungsverfahren weitergebildet.